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Es
ist Freitag morgen, und so mussten erst mal die TV-Nachrichten
in deutscher Sprache aufgesogen werden. Diese werden übrigens
Montag, Mittwoch und Freitag von 8:00 Uhr an eine halbe Stunde
lang ausgestrahlt. Die Grenzkonflikte in Afganistan, die
angespannte Situation in den USA nach den schrecklichen
Ereignissen vom 11. September füllten die gesamte Sendung, aber es war interessant die heimatliche Sichtweise
berichterstattet zu bekommen.
Auf
unserer heutigen Etappe nach Brisbane, passierten wir die
Grenze von NewSouthWales zu Queensland, welche nach recht
langer Berg- und Talfahrt an einer bewaldeten Bergkuppe erreicht war.
Hier oben standen nur ein paar Schilder inmitten von Bäumen,
so dass man den territorialen Wechsel gar nicht wahrnahm.
Weiter ging es durch einsame, aber schön anzusehende
Landschaften. Eigentlich wollten wir den Lamington Nationalpark erkunden, welcher aber nur über einen ca. 140 km Umbogen
zu erreichen war, welcher auch die einzige nördliche Zufahrt
darstellt. In einem der häufig an der Strasse anzutreffenden
Infocenter erkundigten wir uns um eine Alternative zu
den Naturformationen des Lamigton NP, und wurden im
benachbarte Springbrook NP fündig. Nach weiteren 60 km und sehr steiler Auffahrt erreichten wir
Springbrook, einen sehr
empfehlenswerten Ort mit vielen Aussichtspunkten inmitten des
gleichnamigen Nationalparks. Einen
dieser Aussichtspunkte wollten wir näher erkunden, und so wählten wir den semantisch Prägsamsten
„Best View of all“. Nach einigen weiteren Kilometern Fahrt, endete
die Strasse und es ging zu Fuß ca. 300 Meter durch Arktischen
Regenwald, welcher sich hier, ab einer Höhe von 800m
ausbildet. Wooaah, hier drin war es nicht nur kühl sonder
auch irgendwie gespenstig. Angekommen am Aussichtspunkt,
welcher leider durch aufziehende Wolken getrübt war, wollten wir
dann nur noch zurück ins sichere Auto, denn so allein im nur
spärlich belichteten Regenwald wirken die Laute der Tiere und
das Rascheln im Gebüsch sehr gehbeschleunigend. Hier oben
ziehen auch sehr schnell Wolken zusammen, und man kann
plötzlich aus heiterem Himmel im Regen stehen.
Zurück
im Auto erreichten wir nach einer imposanten
Abfahrt die Golden Cost bei Coolangatta, ein
Name der wohl eher dem Tourismus gewidmet
ist. Bettenburgen,
Fast Food und dicker Verkehr, aber dennoch relativ
leere, sehr
langgestreckte Strände. Nach 1,5 stündigem Sonnenbad
und einem Mittagssnack bei Mc Donnald wollten wir Brisbane
erreichen.
Der
zunehmend dicker werdende Verkehr mit seinen Highwayabfahrten
vor Brisbane entzog uns irgendwie die Orientierung, so dass es erst kurz nach
18 Uhr war, als wir unser Auto bis
18 Uhr hätten abgeben
sollen. So verlängerten wir um einen weiteren Tag, fanden nach
dem Einbruch der Dunkelheit ein nettes Bed&Breakfast Motel, packten unsere Koffer und planten
nochmal alles für den Flug ins Red Center, der morgen in der
Frühe beginnen sollte. Dazu gehört auch
die telefonische Bestätigung der Tickets – vergisst man
dies, erfährt
man nichts von möglichen Veränderung der Abflugzeit und wird
eventuell sogar von der Passagierliste gestrichen!
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